Beitrag vom 27 Januar 2012

Die eingereichten Texte finden Sie hier.

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Wie reagieren, wenn Schüler den Unterricht stören? Was tun, wenn Schülerinnen Probleme haben mit dem Erledigen von Hausaufgaben? Wenn die Lehrperson sich im Unterricht so sehr mit einzelnen befassen muss, dass die Mehrheit nicht mehr angemessen zum Zug kommt? Die Schule Menzingen geht, nun im dritten Jahr, neue Wege, um solche Situationen zu meistern.
In Brettigen wohnt der Gewinner des Wettbewerbs der mz Nr. 66, Hansruedi «Godo» Iten-Hegglin, der die Hofeinfahrt im Brand mit den Fasshäuschen richtig erkannt hat.
Godo ist mit Beatrice verheiratet und sie sind Eltern der sechsjährigen Sara und der vierjährigen Nicole.
Wer von Menzingen nach Brettigen fährt, erkennt beim Eingang des Weilers ein kleines Kinderparadies, in welchem Godo am Wochenende eben die Rutschbahn in den Pool fertig erstellt hat. Wenn Godo Iten von seiner Arbeit als Maurer bei der Firma Hodel heimkommt, beginnt der «andere» Arbeitstag. Auf ihn warten zu Hause täglich vielseitige Familienaufträge. Noch heute Abend will er das neu erstellte Willkommensbild der Trychlergruppe für das Jubiläumsfest am 3. Juli abgeben. Godo und Beatrice haben viel Freizeit für das Erstellen des Gemäldes eingesetzt. Mit Stolz zeigt auch Sara ihr eigenes Bild, für das Dädi Godo den Metallrahmen gebastelt hat. Wenn Godo nicht gerade malt, zimmert er an der Inneneinrichtung seines selbst gebauten Gartenhauses. Bei trübem Wetter kommt ab und zu auch die Stickmaschine zum Einsatz. Damit hat er für den Umzug an der diesjährigen Fasnacht bei dreissig T-Shirts «Schlümpfe» aufgestickt.
Godo hat keinerlei Berührungsängste und lebt sich in seiner Freizeit als Heimgestalter in Handwerk und Kunst in vollen Zügen aus.
Die letzte Ausgabe der Mänziger Zytig enthält untenstehendes Foto als Wettbewerbsfrage.
Das Tor zum Himmel
Wie gut kennen Sie Menzingen? Wo wurde das Foto aufgenommen?
… zwischen Wösch und Schinhuet
Unser Fotowettbewerb regt immer wieder Leserinnen und Leser an, den möglichen Ort aufzusuchen oder sich an ihn zu erinnern. Die Aufgabe in der Nummer 65: Ein Feldweg, einem Hügel entlang, eine Baumgruppe, eine allein stehen Linde: Was gäbe es Typischeres zu zeigen zu Menzingen?
Und doch: die im Bild von Manuela Burkart eingefangene Landschaft gibt es nur ein einziges Mal! An einem einzigen Ort! Und was für einem!
Koord. 685 950/225 700
Die Ortsbezeichnungen rund um den Dürrbach, der Wösch und dem Morgental sind so vielfältig und fantasievoll, sie lassen das Herz jedes an Volkskunde Interessierten höher schlagen. Eine Auswahl an Antworten aus den 29 richtigen Einsendungen macht dies deutlich:
· Frohbüel Richtung Dürrbach, ein Stück dem Bach entlang, dann rechts zur Morgentalschür. (Ursula Amrein, Mühlestrasse 13)
· Bei der «Wässerung» dem Wöschrain entlang Blickrichtung Morgental (Schinhuet) (Sabina Staub, Morgental)
· Dürrbach links zwischen Wösch und Biet Richtung Morgental. (Dora Keller, Kreuzrain 1)
· Wöschwald Richtung Morgental (Ueli Elsener, Hauptstrasse 64))
· Morgital Richtung Wösch (Morgitalhoger) (Guido Staub, Gschwänd 5)
· «Morgental-Bödeli» Tal zwischen Wösch und Morgental (Regula Iten, Wösch)
· Weg vom Wösch-Wald zum Morgental, GBP 297. Koordinaten: 686354 / 225750 (Beat Weiss, Schönbüel)
Herkunft der Bezeichnung «Wösch»
Warum ein Gebiet «Wösch» heisst, kann laut dem Ortsnamenforscher Beat Dittli zwei Hintergründe haben: In den meisten Fällen steht eine solche Namensgebung im Zusammenhang mit ehemaligen Waschplätzen (Wöschbrunnen, Wöschhus). Die übrigen Namen, und dazu gehört unser Ort, dürften auf nassen Boden oder einen Quellaufstoss hinweisen, vgl. den Begriff «Wässerung», der für den Ort auch gebraucht wird. Die Beschreibung des Gebiets der «Wösch» von Beat Dittli: «Kleines gewundenes Tal des Dürr- bzw. Wöschbachs südlich von Edlibach sowie Hof am Rand dieses Tälchens.»
Leider nein!
Nicht alle Wettbewerbsteilnehmnerinnen und –teilnehmer haben allerdings auf den richtigen Ort getippt. Der Schreibende selber hat sich getäuscht: weder der Weg unterhalb des Wilersees noch der Karrweg nördlich des Lindenbergs sind die richtigen Antworten – und eben auch nicht die beiden hier abgebildeten Standorte, die sich auf den eingesandten Wettbewerbskarten fanden.
Redaktion mänziger zytig, Tony Mehr
Die Wettbewerbsaufgabe aus Nr. 65. Wo wurde das Foto aufgenommen?

Es ist nicht dieser: Spazierweg Sonnenberg – Menzinger Holz.
Die letzte Ausgabe der Mänziger Zytig enthält untenstehendes Foto als Wettbewerbsfrage.
Jedem sein Häuschen
Wie gut kennen Sie Menzingen? Wo wurde das Foto aufgenommen?
«Wer nicht joggend oder wandernd die wunderschöne Menzinger Landschaft erkundet, verpasst etwas und ist selber schuld», sagt der Gewinner des Wettbewerbs aus Nr. 65, Klaus Schwegler, Weid 36. Für ihn war die Lösung «Wösch» einfach. Er kennt Wege, Weiler, Hügel und Höfe der Gemeinde bestens. Wann immer er kann, joggt er mit offenen Augen durch die Gegend oder ist mit dem Velo unterwegs. Seinen Bewegungsdrang lebt er auch bereits seit 20 Jahren in der Männerriege Menzingen aus, er wirkte 12 Jahre im Vorstand mit, 8 Jahre davon als Präsident. Der gelernte Bäcker/Konditor wohnt seit 1983 in Menzingen und ist Vater von zwei erwachsenen Töchtern. Vor ein paar Jahren hat er in die Lebensmittelberatung umgesattelt.
29 richtige Antworten sind eingegangen! Mit anschaulichen Beschreibungen und markigen Namen wie: «Wöschwald» oder «Wässerung». Mehr dazu auf unserer Homepage www.maenziger-zytig.ch.
Im Hofladen auf dem Chripfelihof wird Klaus Schwegler vom Hofladen-Team Edith Halter und Gisela Ehrler empfangen. Der Preis ist eine Chripfelihoftasche mit gartenfrischen Gemüsen, Salaten und vielem mehr, welche Klaus Schwegler für einen Monat jede Woche einmal nach Hause geliefert bekommt. Dieser Hausliefer-Service mit der Chripfelihoftasche ist das neueste Angebot vom Hofladen Chripfelihof.
Strukturwandel: Welche Zukunft für die Gemeinde Menzingen?
Um die Zukunft zu gestalten, brauchen wir Visionen, auch wenn sie nicht auf Anhieb genehm sind oder zum Widerspruch herausfordern. Unser Redaktionsmitglied Edi Häfliger wagt eine Vision. Wir laden ein zum Mitdiskutieren und Weiterentwickeln.

Wir schreiben das Jahr 2030.
Alles hatte vor etwa 20 Jahren damit begonnen, dass an einer schwach besuchten Budgetgemeinde überwiegend konservative Kräfte die progressive «Initiative zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde» bachab geschickt hatten. «Für so was haben wir jetzt wirklich kein Geld … und überhaupt», so lautet das Killerargument.
Die dynamischen Initiantinnen und Initianten hatten ihren Antrag sehr professionell, aber auch mit Umsicht und Weitblick ausgearbeitet und mit moderner Präsentationstechnik illustriert. Ihr Kernanliegen mit Blick auf künftige Generationen war, die Gemeinde und das regionale Umfeld in eine gesunde Entwicklungsbewegung zu versetzen.
Die deutliche Ablehnung erboste die InitiantInnen derart, dass sie Tage später beschlossen, eine Bürgerbewegung auf die Beine zu stellen. Den Begriff «Bewegung» hielten sie für treffend, ging es doch darum, selig Schlafende aufzurütteln und Zukunftsträchtiges anzupacken.
In nur drei Monaten hatten sie an die fünfzig Bürgerinnen und Bürger, vor allem jüngere Leute, für ihr Anliegen gewonnen. Die Gegenseite bekam Wind davon und begann gegen die Aufmüpfigen, wie sie sagten, hemdsärmlig Massnahmen zu ergreifen. Die gehässigen Leserbriefe und übel illustrierte Flugblätter waren allerdings derart kontraproduktiv, dass sie die InitiantInnen stärkten und die Bürgerbewegung innert einem Jahr auf bereits über hundert Aktive wachsen liess.
Auch die Nachbargemeinden liessen sich anstecken. Ein Jahr später hatte das Vorhaben zur Fusion der Berggemeinden zur Gemeinde Zug-Berg Gestalt angenommen. Dass nur zwei Jahre später die Fusion schliesslich die politischen Hürden von Gemeinden und Kanton überwinden konnte, war in erster Linie der innovativen Gruppe «Standortmarketing» zu verdanken.
Das Ziel der Gruppe, die Achse Sihlbrugg bis Sattel für die Ansiedlung von Industriebetrieben weiter zu entwickeln, überzeugte eine beträchtliche Menge von Bürgerinnen und Bürgern in den betroffenen Gemeinden.
Auch die Idee, die landschaftlich vortreffliche Lage von Menzingen für die Entwicklung von zusätzlichen öffentlichen und privaten Schulprojekten zu nützen, schlug ein. Als glücklicher Umstand kam hinzu, dass dazu diverse Immobilien des Klosters Menzingen umgenutzt werden konnten.
Das Tourismus-Marketing der Ägeritaler schloss nun auch die anderen Berggemeinden in die Aktivitäten ein. Und natürlich begann auch die Landwirtschaft die Gunst der Stunden zu nutzen, gab es doch bereits eine Menge fortschrittlicher Landwirte, die mit der Umsetzung von modernen Diversifikationsideen weit über den Kanton Zug hinaus von sich reden machten. Auch die Handwerksbetriebe begannen sich zu organisieren, um ihre Spezialitäten, aber auch die gemeinsamen Stärken geschickter zu bündeln und zu vermarkten. Tatsächlich gelang es iIhnen, bei Ausschreibungen bessere Gewinnchancen zu erzielen.
Auch wussten die Initianten durch ihre überzeugende Bündelung von Argumenten den öffentlichen Verkehr noch optimaler zu vernetzen. Der Zuzug neuer Bewohnerinnen und Bewohner war daher eine Selbstverständlichkeit und letztlich eine logische Folge einer klugen und umsichtigen Zonenplanung.
Die Fachleute der Gruppe «Standortmarketing» setzten überdies noch das Pünktchen auf das «i», als es gelang, einige Grossverteiler zusammen mit der Post zu einem Pilotprojekt für die Online-Bestellung und Verteilung von Gütern des täglichen Verbrauchs zu gewinnen. Dabei waren auch die regionale Landwirtschaft und ihre Produkte mit von der Partie. Dieser Service, so die Sprecherin des Konsortiums, werde später auf weitere Regionen der Schweiz ausgedehnt.
Kein Zweifel: Dem kreativen Zorn, vor allem aber dem unerschütterlichen Durchhaltevermögen der damaligen Initiantinnen und Initianten und der Professionalität ihrer Mitstreitenden ist es zu verdanken, dass die Gemeinde Zug-Berg heute in jeder Hinsicht zum Vorzeigeprojekt für die Entwicklung einer voralpinen Region geworden ist. Dass der neue Gemeinderat schliesslich auch die Finanzen ins Lot bekam, ist letzten Endes der positiven Gesamtentwicklung und der insgesamt gestraffteren Verwaltung zu verdanken.
Einzig die Medien machen manchmal Schwierigkeiten, weil sie bei jeder attraktiven Gelegenheit mit ihren ReporterInnen die Leute von Zug-Berg heimsuchen – und solche Anlässe gibt es in der fortschrittlichen Gemeinde immer häufiger.
Die letzte Ausgabe der Mänziger Zytig enthält untenstehendes Foto als Wettbewerbsfrage.
Des Schlossermeisters Kunst
Wie gut kennen Sie Menzingen? Wo wurde das Foto aufgenommen?